
ie letzte Juniwoche hat uns deutlich vor Augen geführt, welche Herausforderung die zunehmende Hitze für unsere Wirtschaft und Gesellschaft darstellt – und dass wir nach wie vor nur unzureichend darauf vorbereitet sind.
Das betrifft auch die Arbeitswelt. Bezeichnend ist, dass erst im vergangenen Jahr erstmals eine Studie die Auswirkungen von Hitze auf den Krankenstand in Deutschland untersuchte. Der Auswertung des IZA Institute of Labor Economics zufolge erhöht bereits ein einzelner Tag mit Temperaturen über 30 Grad die Zahl der Krankmeldungen um 3,5 Prozent. Je länger der Hitzestress andauert, desto gravierender sind die Folgen: Nach fünf aufeinanderfolgenden Hitzetagen steigen die Arbeitsunfähigkeiten um 5 Prozent, nach sieben Tagen kommt es zu einem sprunghaften Anstieg um 10,8 Prozent.
Eine europaweite Befragung von GLS Investments und der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) legt nahe, dass viele börsennotierte Unternehmen nur unzureichend auf zunehmende Hitzeperioden vorbereitet sind. Allgemein besteht durchaus ein Risikobewusstsein und alle befragten Firmen gaben an, Maßnahmen wie technischen Hitzeschutz und Anpassung von Arbeitszeiten zu ergreifen. Doch nur 43 Prozent erfassen methodisch die Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit der Belegschaft und ganze 30 Prozent haben noch keinen systematischen Hitzeschutzplan.
GLS Investments und das Investorennetzwerk Shareholders for Change (SfC) leiten aus der Studie drei Anforderungen an die Betriebe ab:
Zu Punkt drei nennt GLS als Best Practice unter anderem Visualisierung durch Displays im Arbeitsbereich und die Integration von Hitzeschutz-Tipps in Briefings. Solche standortbezogenen Maßnahmen können durch digitale Lösungen ergänzt werden, um auch Mitarbeitende im Homeoffice und im Außendienst besser zu erreichen. Schließlich kann die Hitze gerade auch zuhause und unterwegs eine besondere Herausforderung darstellen.
In der Hanako-Gesundheitsapp liefern wir jeden Sommer redaktionelle Beiträge zum Umgang mit Hitze und Sonnenstrahlung. Mitarbeitende können sich zusätzlich über unsere „Ziele“-Funktion eine Erinnerung an ausreichendes Trinken einstellen. Außerdem kann das Gesundheitsmanagement selbst unternehmensspezifische Inhalte gestalten und in der Hanako-App veröffentlichen. So bekommen Unternehmen einen Kanal an die Hand, durch den sie eigene Maßnahmen und Angebote zum Hitzeschutz im Newsbereich der App und per Push-Nachricht kommunizieren können.
So können sich die Mitarbeitenden jederzeit informieren, bekommen Gesundheitskompetenz vermittelt und werden darin unterstützt, auch an heißen Tagen die richtigen Entscheidungen zu treffen.