
och schnell eine Mail beantworten, kurz eine Nachricht im Team-Chat lesen – für manche gehört das ganz selbstverständlich zum Arbeitsalltag. Andere empfinden genau das jedoch als Stress. Studien zeigen: Wie wir mit digitaler Erreichbarkeit im Job umgehen, hängt stark davon ab, wie wir Arbeit und Freizeit grundsätzlich trennen.
Menschen gehen unterschiedlich mit Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit um. Manche trennen beides möglichst klar und möchten nach Feierabend bewusst Abstand zur Arbeit haben. Andere vermischen Arbeit und Privatleben stärker und reagieren auch außerhalb der klassischen Arbeitszeit auf Nachrichten.
Für sogenannte „Vermischer“ fühlt sich eine Nachricht vom Kollegen am Abend oft wenig problematisch an. Gleichzeitig greifen sie häufiger zum Smartphone, wenn eine berufliche Nachricht eingeht. Genau diese regelmäßigen kurzen Arbeitskontakte können es jedoch schwieriger machen, gedanklich von der Arbeit abzuschalten.
„Trenner“ ziehen hingegen eine klare Linie: Feierabend ist Feierabend. Sie reagieren sensibler auf solche Störungen, setzen aber bewusst Grenzen und checken Nachrichten nach Feierabend seltener – was das Abschalten erleichtern kann.
Psychologische Distanz zur Arbeit ist ein zentraler Bestandteil von Erholung. Wer nach Feierabend gedanklich loslassen kann, schläft meist besser und startet erholter in den nächsten Arbeitstag.
Bleibt der Job jedoch regelmäßig präsent – selbst in kurzen digitalen Interaktionen – fällt es vielen Menschen schwerer abzuschalten. Über längere Zeit kann das mit stärkerer Erschöpfung, schlechterem Schlaf und mehr Konflikten zwischen Arbeit und Privatleben verbunden sein.
Ein hilfreicher erster Schritt ist daher, die eigene Strategie im Umgang mit digitaler Erreichbarkeit zu kennen. Arbeit und Privatleben flexibel zu gestalten und bewusst zu vermischen, ist kein Problem. Belastend wird es oftmals erst durch ein dauerhaftes „Always-on“. Trenner machen intuitiv einen klaren Cut, können aber versuchen, einzelne arbeitsbezogene Kontakte am Abend gelassener einzuordnen.
Von den folgenden Tipps können beide Typen profitieren.
So bleibt die Flexibilität moderner Arbeit erhalten, ohne dass die Erholung dauerhaft zu kurz kommt. Denn unabhängig vom persönlichen Stil braucht das Gehirn regelmäßig echte Zeiten ohne Arbeit und ohne digitale Erreichbarkeit.
Viele Unternehmen definieren inzwischen klare Regeln zur digitalen Erreichbarkeit, zum Beispiel Zeiten ohne Antwortpflicht oder Hinweise wie „Nach 19 Uhr nur Notfälle“. Das entlastet Vermischer und Trenner gleichermaßen – ohne Flexibilität grundsätzlich einzuschränken.