Gemeinsam Gutes tun: Wie soziales Engagement das Team gesund hält

V

iele wirksame Ideen entstehen dort, wo Menschen täglich zusammenarbeiten. Wenn Kollegen und Kolleginnen oder Teams sich zusammentun, können kleine Initiativen schnell große Wirkung entfalten. Und oft braucht es gar kein großes Projekt, sondern nur ein kleines, gemeinsames Ziel. Im Rahmen des BGM ist dies besonders wertvoll: Soziales Engagement fördert das Sinnerleben bei der Arbeit und wirkt als Puffer gegen Stress. Wer gemeinsam anpackt, erlebt Selbstwirksamkeit und stärkt die psychische Widerstandskraft.

Gemeinsam Sammeln – Lokal Bewirken

Eine Möglichkeit ist eine interne Sammelaktion. In vielen Unternehmen gibt es feste Kooperationen mit lokalen Tafeln, Kleiderkammern oder Tierheimen. Schon ein paar Konservendosen, warme Kleidung oder ein kurzer, persönlicher Einsatz können dort viel bewirken.

Eine Idee sind auch „Social Lunches“, bei denen Teams sich einmal im Monat zum gemeinsamen Mittagessen treffen – entweder kochen sie gemeinsam, oder jeder bringt etwas mit. Im Fokus steht eine vom Team ausgewählte Initiative, die unterstützt werden soll. Jeder spendet dann eine kleine Summe, manchmal stockt das Unternehmen die Gesamtsumme sogar auf. So wird aus einem normalen Mittagessen ein solidarischer Beitrag.

Aktionstage: Teambuilding mit Mehrwert

Wer lieber aktiv helfen möchte, kann einen gemeinsamen Aktionstag organisieren, zum Beispiel Baumpflanzaktionen, Müllsammelrunden („Clean-Up Days“), Blutspendetermine, Teilnahme an Sportevents für den guten Zweck oder Besuche in Seniorenheimen. Viele Städte und Initiativen in Deutschland bieten Programme, an die sich Firmen unkompliziert anschließen können. Solche „Active Corporate Citizenship“-Tage fördern nicht nur die Bewegung an der frischen Luft, oder den Teamspirit, sondern bauen auch hierarchieübergreifend Barrieren ab.

Engagement im Kleinen

Auch im Arbeitsalltag gibt es einfache Formen des Engagements: eine interne „Tausch-Box“ für Dinge, die andere gebrauchen können, eine Reparaturgruppe für kaputte Kleinigkeiten oder ein wöchentliches „Komplimenteglas“, das gute Stimmung sichtbar macht. Jeder Mitarbeitende schreibt ein Kompliment auf einen Zettel und steckt es am Anfang der Woche in das Glas. Wer möchte, greift sich ein zu Papier gebrachtes Kompliment. Das können dann Dinge sein wie: „Du machst das super“ oder „Schön, dass du im Team bist“.

Gutes tun verbindet. Es stärkt das Teamgefühl, schafft ein unterstützendes Arbeitsklima und zeigt, wie viel möglich wird, wenn Menschen gemeinsam ein Ziel vor Augen haben. Ein solches Miteinander ist die beste Basis für eine gesunde Unternehmenskultur, in der sich jeder Einzelne wertgeschätzt fühlt.